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Kann ich Rohre und Kanäle im Winter sanieren?

Kann ich Rohre und Kanäle im Winter sanieren?

Daniela Brandt
11.03.2025

Nicht nur in Kaufering kann es im Winter bitterkalt werden. Schnell sinken die Temperaturen deutlich unter die Gefriergrenze. Das setzt den Straßen, Gemäuern, aber auch dem Rohrsystem in einem Haus zu. Schnell passiert es, dass insbesondere im Garten liegende Rohre Risse bekommen oder dass Rohrbrüche zu Problemen führen. Kommt Pech hinzu, ist nicht nur die Wasserversorgung des Gartenteichs betroffen, sondern schnell auch das Wassersystem als solches. Doch kann man im Winter bei Minustemperaturen die Rohre auch einfach sanieren? Unser Experte klärt Sie im folgenden Beitrag auf, ob und wie man trotz kalter Temperaturen im Winter sanieren könnte.

Wieso werden in Deutschland im Winter weniger Rohre und Kanäle saniert und auf was muss ich bei der Sanierung im Winter achten?

Unser Experte im Abwassertechnikbereich meint dazu, dass im Winter weniger saniert wird hängt schon in Deutschland von den Minustemperaturen ab. Die Kanäle müssen vorher gereinigt werden und das mit Wasser und das würde ja bei Minustemperaturen einfrieren. Auch die Schläuche im Spülfahrzeug können platzen (was teilweise sehr teuer ist, bis zu 1 Mio Euro) und das Fahrzeug kann bei gefrorenem Wasser Schaden nehmen. Die Harze dürfen auch nicht lange dem Frost ausgesetzt werden da diese sonst nicht mehr gut funktionieren.

Was kann man dann also machen? Man muss bei der Sanierung im Winter beachten, dass das Fahrzeug, oder die Harze nicht dem Frost ausgesetzt werden und Schaden nehmen. Wenn der Sanierer im Winter sanieren will, dann schafft er es aber schon. In Skandinavien gibt es ein halbes Jahr Winter und es gibt Temperaturen bis zu - 25 C und dort wird auch saniert, so unser Sanierungsexperte. Das Fahrzeug wird vorher in einer Halle warmgehalten und die Inhalte und Schläuche werden bei der Baustelle dann in Warmwasserbecken gelegt. Das geht schon. Der Spüler wird auch erst kurz vorm Spülen betankt. In Deutschland ist diese Vorgehensweise weniger bekannt, da die Leute hier sehr konservativ sind und sich nicht so gut auf die niedrigen Temperaturen vorbereiten wollen oder können. In Skandinavien können die Sanierer es sich nicht leisten ein halbes Jahr zu warten bis saniert wird.

Nehme ich im Winter immer ein Winterharz?

Zudem wird je nach Baustelle und nach Wetterbericht entschieden welches der Harze genommen wird. Bei Sommertemperaturen wird eher ein Sommerharz genommen, da man sonst bei Hitze wenig Zeit hat das Harz zu verarbeiten. Im Winter eher ein Winterharz. Das Turboharz nimmt man bei kleinen Reparaturen. Der Profi nimmt auch eher die Turboharze und Anfänger nehmen langsamere Harzvarianten.

Es kommt laut unserem Experten aber sowohl beim Langliner als auch beim Kurzliner sehr stark auf den Kunden drauf an, welche Reparaturweise er wählt und auf die Philosophie des Sanierers. Nicht jeder Sanierer nimmt im Winter wirklich auch ein Winterharz, so unser Experte. Es kommt immer auf die Umstände und das Vorhaben und Fachwissen des Sanierers drauf an. Man muss auch im Winter kein Winterharz verwenden. Das ist eher eine Philosophiefrage des Sanierers. Das Winterharz katalaysiert schneller, was den niedrigen Temperaturen dann zu Gute kommt, da Harz Wärme zur Reaktion braucht. Im Winter verbindet sich das Harz langsamer mit dem Trägermaterial und braucht länger zum Aushärten. Es gibt aber auch Sanierer die verwenden andere Harze. Das kommt immer auf die Topf- und Aushärtezeiten an. Der Kanalmeister kennt alle Sanierungs- und Reparatursysteme. Er entscheidet was baustellenbedingt gemacht wird, da er auch für Sanierungsfehler verantwortlich gemacht werden kann. Der Baustellenverantwortliche hat sich mit den technischen Beschreibungen und Bedingungen des Leistungsverzeichnisses vertraut zu machen, diese mit den realen (auch Wetter- und Temperatur-) Bedingungen der Baustelle zu vergleichen und im Rahmen der Vorarbeiten zunächst zu klären was unter Beachtung der technischen Durchführbarkeit zur Reparatur der Altleitung eingesetzt werden kann. Vor Ort sind vorab die Randbedingungen der Baustelle abzuklären (Wetter, Zugänglichkeit der Schächte, Lagermöglichkeiten, Vorflut usw.).

Falsch gewählte Ausgangsmaterialien und eine Nicht-Beachtung der Temperaturumstände auf der Baustelle können zu Korrosion, frei liegendem Trägergewebe, einer fehlenden Harzmatrix, mangelhafter Durchhärtung sowie schlechtem Verbund zum Altrohr führen. Konsequenterweise dürfen nur von den Herstellern zugelassene Material- und Temperaturkombinationen verwendet werden. Idealerweise verfügt das gewählte Verfahren über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBT oder eine gleichwertige Zertifizierung.

Darüber, dass es unterschiedliche Harze und Anwendungen gibt und wie Sie zu einer Sanierung kommen, auch wenn Sie noch wenig Erfahrung in diesen Bereichen haben, haben wir bereits Blogartikel verfasst, welche Sie sich gerne durchlesen können:

 

Wollen auch Sie im Winter sanieren und sich informieren? Wir beraten Sie gerne zu unseren (Winter-) Harzen. 

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Neugierig, wer dahinter steckt? 

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