Sicher durchatmen in der Abwassertechnik: Was Sie über Gaswarngeräte wissen müssen
In der Abwassertechnik steht Sicherheit an erster Stelle. Denn Gase wie Methan, Schwefelwasserstoff oder Kohlenmonoxid sind nicht nur gesundheitsschädlich – sie können auch explosionsfähig sein. Wer hier arbeitet, braucht zuverlässige Gaswarntechnik: präzise, robust und dauerhaft einsatzbereit.
Gaswarngeräte von GfG – erhältlich bei MOWOTAS – insbesondere der Polytector III G999C/5 - bieten genau das. Aber was und wie genau messen sie? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Und wie sieht eine gesetzeskonforme Wartung aus?
Hier erfahren Sie alles Wichtige auf einen Blick.
Was messen moderne Gaswarngeräte im Bereich der Abwassertechnik?

Bevor ein Schacht oder Kanal betreten wird, ist das Freimessen der Atmosphäre zwingend erforderlich – und das an drei kritischen Punkten (siehe Bild):
Oben auf Methan (CH₄), in der Mitte auf Kohlenmonoxid (CO), Sauerstoff (O₂) und Schwefelwasserstoff (H₂S) sowie unten auf Kohlendioxid (CO₂).
Unsere Gaswarngeräte von GfG mit integrierter Pumpe und robustem Saugschlauch (Polytector III G999C /5 siehe Bild) machen das Freimessen besonders einfach und effizient: Die Atmosphäre wird innerhalb weniger Minuten aus allen relevanten Tiefen angesaugt und im Gerät analysiert. So erkennen Sie zuverlässig gefährliche Peak-Konzentrationen – bevor es zu spät ist.
Damit übernehmen Gaswarngeräte im Abwasserbereich gleich mehrere lebenswichtige Funktionen:
- Explosionsschutz: Überwachung der Unteren Explosionsgrenze (UEG) – z. B. bei Methan (ab 4,4 Vol. %)
- Lecksuche & Gaskonzentration: Erkennung von brennbaren Gasen bis zu 100 Vol. %
- Sauerstoffüberwachung: Detektion von Sauerstoffmangel, -überschuss oder bei Inertisierung
- Toxische Gase: Messung und AGW-Überwachung (z. B. CO, H₂S) im ppm-Bereich
Welche Messprinzipien gibt es bei unseren Gaswarngeräten von GfG?
1. Wärmetönung (WT) – für brennbare Gase
Ein bewährtes Verfahren mit linearer Signalgebung bis zur UEG. Es ist besonders unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und besitzt eine lange Lebensdauer. Allerdings: Der Sensor kann auf viele brennbare Gase reagieren (Querempfindlichkeit) und ist gegenüber Sensorgiften (z. B. H₂S) anfällig.
2. Elektrochemische Sensoren – für toxische Gase und O₂
Diese Sensoren arbeiten selektiv und liefern lineare Messwerte – ideal für die Überwachung von z. B. CO, H₂S und O₂. Nachteilig ist, dass sich die Sensoren verbrauchen – je mehr Gas, desto kürzer die Lebensdauer.
3. Infrarotmessung – selektiv und langlebig
IR-Technologie misst brennbare Gase und CO₂ mit hoher Stabilität – auch in hohen Konzentrationen (z. B. bis 100 Vol. % CH₄). Sie ist unempfindlich gegenüber Sensorgiften und benötigt keinen Sauerstoff. Für sicherheitskritische Kalibrierungen ("Worst-Case") oder Wasserstoff ist IR jedoch ungeeignet.
Wartung & Prüffristen – Was Betreiber wissen müssen
Gaswarneinrichtungen unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben. Laut BetrSichV §14 Abs. 2 gelten Gaswarnanlagen als Arbeitsmittel und unterliegen regelmäßiger Prüfung durch befähigte Personen. Die TRBS 1201 sowie DGUV-Informationen T 021 und T 023 regeln Details zu Betrieb, Wartung und Prüffristen und Zuständigkeiten.
Prüffristen tragbarer Gaswarngeräte im Überblick:
| Kontrollart | Wer? | Wie oft? |
|---|---|---|
| Sichtkontrolle | Unterwiesene Person | Täglich / vor Arbeitsbeginn |
| Funktionskontrolle (EX / TOX / O₂) | Qualifizierte Fachperson | Alle 4 Monate |
| Systemkontrolle | Befähigte Person | 1x jährlich |
| Kontrolle der Aufzeichnungen | Befähigte Person | Alle 3 Jahre |
Was gehört zur Kontrolle?
- Sichtprüfung auf mechanische Schäden und Verschmutzungen
- Test der Anzeigeelemente und Alarmfunktionen
- Prüfung des Ladezustands
- Gassimulation mit geeigneten Prüfgasen
Alle Ergebnisse müssen dokumentiert und nachvollziehbar aufbewahrt werden – inklusive Gerätezustand, Messstelle und Datum und Name des Messenden.
Fazit: Sicherheit ist planbar – mit der richtigen Messtechnik
Gaswarngeräte sind unverzichtbare Schutzengel in der Abwassertechnik. Doch sie sind nur so gut wie ihre Kalibrierung und Wartung. Mit dem passenden Messprinzip, regelmäßiger Kontrolle und der Einhaltung gesetzlicher Prüffristen sorgen Sie für maximale Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden und Ihrer Anlagen.
Die gute Nachricht:
Mit den hochwertigen Gaswarnlösungen von GfG, verfügbar bei MOWOTAS, sind Sie auf der sicheren Seite – individuell angepasst an Ihre Anwendung und auf Wunsch mit umfassendem Wartungsservice.
Jetzt unverbindlich beraten lassen: +49 8191 9151 19-50
siehe auch: Gaswarntechnik von GfG – Jetzt neu bei bei uns | Mowotas
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von Dr. Daniela Brandt, der Autorin dieses Beitrags.
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